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Das Bild des Monats
November

Frankenjura
 Klettern im Winter

Kleinziegenfelder Tal: Diebesloch - Unterer und oberer Wandteil

Bild: Zwischen Oberlangheim und Lahm, auf der Hochfläche des Jura

Wir gehen eben Freitags auf jeden Fall klettern. Ich hatte noch ein wenig Zeit an diesem Freitag im Januar 2002, also hielt ich mal kurz an der Straße an und machte diese zwei Bilder. Klettern, bei dem Wetter? Irgendwie hatte ich noch so keine rechte Vorstellung, wie das denn gehen könnte! Das Problem war nicht allein der Schnee, sondern auch die besonders “steife Brise”, die seit Tagen über das Land zog. Die verklebte sogar im Winter recht freudliche Felsen überall derartig mit Schnee, daß mir ein günstiger Fels hier erst mal nicht sofort in den Sinn kam. Naja, erstmal zum Treffpunkt fahren und dann mal sehen, was geht...

Bild: Kurz vor Lahm auf der Jura-Hochfläche: Der Bauhof in Lichtenfels berichtete am folgenden Tag in der Zeitung, daß aufgrund der Schneeverwehungen das erste Mal seit zehn Jahren die Schneefräse wieder zum Einsatz kam...

Michl hatte die “zündende” Idee. Wir probieren es mal am Diebesloch! Gut, können wir schon, nur - wo parken wir? Vor einigen Tagen war noch im ganzen Ziegenfelder Tal keine einzige Parkbucht frei! Doch wir hatte Glück, die kleine Bucht an der Roten Wand war bereits geräumt, zwei Autos passten da gerade noch so hin. Unserem Klettervergnügen (Habe ich hier gerade Vergnügen geschrieben?) stand also nichts mehr im Weg.

Im Bild: Der Schneekönig!
Jedenfalls so freute sich Michl, “endlich wieder draußen klettern!”
Ich war da etwas geteilter Meinung. War bereits etwas angefrostet, als ich losgefahren bin. War - mal wieder - der irrigen Meinung ich könnte mich auf der Fahrt etwas aufwärmen. Leider aber schafft mein 12 Jahre alter Alfa 164 nach ca. 20 Min. Fahrt es erst, eine Lufttemperatur von ca. 5°C zu erzeugen (Bei voller Heizstufe, dafür geht das Heizen im Sommer bei 30°C echt ganz prima, auch wenn man dann auf kalt stellt). Nun ja dachte ich mir, als Michl da so vor mir stand, wenn er denn meint - dann wollen wir halt mal. Wollte ja irgendwie auch, denn bewegen war jetzt das einzige, was vielleicht halbwegs noch die Change auf Wärme bringt.

Lieber jetzt daheim vor dem Fernseher und Nachmittags-Talkshows gekuckt denke ich mir, als Michl den Schneewall an der Straße überwindet und zum unteren Teil des Diebeslochs hochspurtet. Ich mache noch kurz die Bilder vom Nebenmassiv (o.r.) und vom oberen Teil (u.l.), nichts ahnend, daß ich da womöglich auch noch rauf muß. Habe eigentlich schon 2m nach der Straße die Schnauze voll: An meiner Flauschehose bleibt der Schnee kleben, als hätte ich Sekundenkleber im Angebot und das Zeug macht natürlich vor meinen Turnschuhen auch nicht halt, ganz im Gegenteil das hat es sich geradezu ausgesucht, um darin zum Schmelzen zu kommen. Phantastische Aussichten auf einen guten Klettertag also!

Na gut, ich ergebe mich meinem Schicksal. Irgendwie wird man dann doch tatsächlich auch mal warm, man sollte es kaum glauben. Irgendwie aber auch nicht, heute freue ich mich doch glatt auf meinen Alfa, er wird mir, sobald ich drinsitze und den Motor anlasse, doch glatt wieder 2°C warme Luft entgegenschleudern, immerhin besser als hier zu stehen und zu frieren, ach ja, die Bilder: Michl (Kletterer-Suchspiel, weil er auch noch dunkle Jacke anhalt) in Liebesspiele (7+) am unteren Diebesloch. Im Hintergrund: Die Rote Wand.

Noch ein paar Bilder von “Nebenan” und gleichzeitig Zeugen davon, daß das Diebesloch wahrscheinlich der einzige Fels ist, an dem man heute klettern kann. O.l. der Hammerschmiedeturm, o.r links Hanfplantage und rechts Rote Wand, u.l. der Rolandfels. Nach den Aufnahmen reißt mich Michl unsanft aus meinen Träumen - nach oben! Bei dem Schnee? Wie soll das gehen. Es geht. Ich friere mir zwar fast die Hände ab, weil ich mal wieder als einziger keine Hanfschuhe dabeihabe und die ganze Zeit in einem 30° steilen Hang in den Schnee greifen muß um da überhaupt vorwärts zu kommen, aber gut: Nachdem die Hände rot und groß werden, werden sie doch glatt auch wieder: WARM!

Vorteil am Winter und am Schnee aber auf jeden Fall: Fast alles ist trocken, der Frost hält das Wasser im Felsen. Selbst Touren wie “Magnum Opus” an der Roten Wand, eigentlich das ganze Jahr naß, sind bei solchen Verhältnissen trocken. Und die berühmte nasse Stelle in “Beavis” - knochentrocken! Ich spiele fast schon im Übermut damit, sie noch kurz vor der Dunkelheit mal zu probieren, aber wir entschließen uns - auf angesichts der Tatsache daß auch Hans von einer Grippe geplagt wird - heute für die “wärmere” Version der Kneipe.

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