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Rund um den Steinfelder Turm

“Der Fusselpatient” an der Steinfelder Wand

Alle Bilder: Alex Weissenbach in “Der Fusselpatient”

Eine neue Route in Steinfeld? Geht das überhaupt? Ja es geht, denn die Felsen um den Steinfelder Turm wurden im Rahmen des Zonierungskonzepts der Zone 3 zugeschlagen, also ist es möglich noch Routen zu bohren. Die stumpfe Kante der Steinfelder Wand war mir schon lange aufgefallen, im Juni 2008 machte ich mich dann dran, dort auch Haken zu setzen. Eigentlich eine einfache Sache, kann man doch fast bis an die Wand fahren und das Seil ist auch leicht von oben reingeworfen - eigentlich, denn auch hier beginnt die Natur wieder unbarmherzig zurück zu schlagen: Waren die Felsen aufgrund einer Freistellung noch vor zwei oder drei Jahren nahezu vegetationsfrei, findet sich in der Zwischenzeit bereits wieder fast undurchdringlicher Dschungel, leider bereits wieder mehr als vor der Freistellung. Auch daran sieht man, wie wichtig es ist, daß Pflegemaßnahmen regelmäßig betrieben. werden.

Doch die Haken waren dann doch recht schnell gesetzt, weil man einfach an die richtigen Positionen ran kommt, dann das Ganze noch betoniert, eine schöne Umlenkkralle oben rein - fertig. Auch die Schwierigkeit ist jetzt nicht unbedingt berauschend, eine 6 oder für kleinere Kletterer vielleicht eine 6+ springt schon dabei raus - aber: Damit ist ja eine Route nicht fertig. Man braucht einen Namen. Und damit tat ich mir dieses Mal besonders schwer. Eine Route fertig, geklettert, für andere Kletterer freigegeben und dann kein Namen? Nein, das ging nicht, zumal hier dringend etwas Farbe in die sonst so öden Routennamen R1, R1a, R2 usw. kommen mußte. Außerdem sollte die Route ja noch irgendwas mit meinem Bohrassistet Rocky (meinem Hund) zu tun haben. Bei der zweiten oder dritten Begehung kam mir dann endlich die Erleuchtung: Die Route war oben noch etwas staubig, sie “fusselte”. Leider auch eine der herausragenden Eigenschaften meines Hundes, irgendwann findet man überall seine Haare. So war der Name “Der Fusselpatient” geboren.

Und auch daran, daß mich ein - jedenfalls seines Auftretens nach - führender Vorstand eines DAX Unternehmens dazu aufforderte, ihn festzubinden, damit er ungestört klettern könne. Und dies ohne, daß er ihm irgendwas geklaut oder ihn in irgendeiner Weise belästigt hätte. Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Popularität unseres Sportes in der Zwischenzeit nicht auch seinen Tod bedeuten könnte - aber letztlich ist auch dies nur ein Abbild unserer Gesellschaft.

Und unten seht ihr dann den “Fusselpatienten” persönlich, neben seiner Hauptaufgabe des Fusselns hat er für sich noch ein anderes Hobby entdeckt: Das Aufessen rumliegender Brötchen, Kekse und anderer Dinge, die man heute anscheinend zwanghaft an dem von sich gerade okupierten Felsen anordnet. Das daher manchmal Begegnungen mit Inhabern solcher Zwangsneurosen einen negativen Beigeschmack haben - daran habe ich mich in der Zwischenzeit leider schon gewöhnt.

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