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Wegbeschreibung: Wie komme ich nach Lumignano bei Vicenza in Oberitalien? Und auch noch eine Geschichte: Wie komme ich da nicht hin!

Zufahrt nach Lumignano:
Von Lichtenfels (Oberfranken) nach Bamberg (23 km) und weiter über Nürnberg nach München. Weiter über Innsbruck, über den Brenner, die Brenner Autobahn runter und dann knallhart - nicht alten Gewohnheiten folgend - NICHT IN TRENTO CENTRO ABBIEGEN! - sondern gerade aus weiter nach Verona. Bei Verona Sud teilt sich die Autobahn, hier etwas aufpassen, denn die italienischen Autobahnen lassen hier keinen Raum für allzu lange Entscheidungen: Erst Richtung Milano/Venezia, dann in rasanter Straßenteilung Richtung Venezia. Nach ca. 30km kommt man nach Vicenca, hier kommt zuerst die Ausfahrt Vicenza Ovest (das heisst Westen), hier nicht raus. Die nächste ist es, in Vicenca Est von der Autobahn runter (Autobahngebühr bis dorthin: 14.80 Euro). Nach der Autobahn Mautstelle direkt nach links abbiegen auf die SP 247 (Schild: SP 248, nicht verwirren lassen!) bis Longare (man kommt nach ca. 10km über eine Brücke danach eine Ampel. Hier links abbiegen, dann ist man schon in Longare). Durch den Ort hindurch und bei einer Ampelanlage (Schild etwa 50m davor, also aufpassen!) rechts ab nach Costozza. Nun einfach der Strasse immer gerade (soweit sie jedenfalls gerade ist) folgen und man kommt direkt nach Lumignano.
ACHTUNG: Im Herbst 2002 befand sich eine Baustelle, die es nicht ermöglichte, die SP 247 zu benutzen. Dann folgende Alternative: Von der Mautstelle aus scharf rechts abbiegen Richtung Padua. Weiterfahren bis an eine Ampel, hier rechts abbiegen. Nicht nervös werden, irgendwann kommt ein kleines schrumpliges Schild mit der Aufschrift Longare, Vorsicht, leicht zu übersehen im italienischen Schilderchaos. Hier auf seltsam klein anmutender Strasse, teilweise einspurig ca. 10km bis zu Einmündung, geht nur rechts oder links. Hier links, man kommt nach Longare, dann weiter wie beschrieben...
Fahrzeiten:
Fahrzeit: Lichtenfels-München: ca. 3 Stunden
Lichtenfels-Lumignano: ca. 7,5 Stunden.
Fahrstrecken:
Fahrstrecke: Lichtenfels-Lumignano 756 km
Fahrstrecke: Kufstein-Lumignano: 400 km
Fahrstrecke: Rovereto Sud-Lumignano: 155 km
(falls irgendwer den zeitlichen Abstand zu Arco ausrechnet: Da die 155km ja hauptsächlich Autobahnkilometer sind, ist man ca. eine Stunde länger unterwegs als nach Arco)

Kleine Geschichte: So kommt man nicht nach Lumignano!
Wen es interessiert, kann hier weiterlesen, wen nicht, der sollte einfach auf das Bild klicken und schon ist er wieder auf der Auswahlseite Lumignano.
Also, Lumignano, das unbekannte Ziel im Süden! So kam es jedenfalls in einer “Rotpunkt” aus dem Jahre 1990 oder 1991, jedenfalls im Frühjahr. Toll sollte das alles sein, also dann ma los! Nix wie rein in meinen fast frisch gekauften Renault R5 und neue Klettergebiete erforschen! Die Beschreibung im Heft klang vielversprechend, die Wegbeschreibung beschränkte sich dagegen auf zwei Absätze! Aber kein Problem, man war ja intelligent und beschaffte sich vorher noch eine recht genaue Karte: “Mair’s Generalkarte” war im Massstab 1:200.000, leider aber das einzige, was man damals in Deutschland kriegen konnte und stand unter der Überschrift: “Gardasee-Venedig”. Die beiden Touristenziele waren auch durch einen recht eigenwilligen Kartenschnitt beide drauf vertreten, Lumignano dagegen nur ca. 0,5cm vom Kartenrand entfernt. Immerhin, es war drauf, also würden wir es finden.
Den Brenner haben wir dann auch gefunden. Verona auch. Vicenca auch. Inzwischen war es Nacht, die Aufmerksamkeit vielleicht auch nicht mehr die beste...! Irgendwann kam das Schild: Vicenca Ovest, keine Ahnung, ist das nun Ost oder West, aber Ovest, das klang so irgendwie nach O(ve)st, also raus. Die SP 247 haben wir dann natürlich nicht gefunden, ging ja auch irgendwie nicht, wir waren ja an der falschen Ausfahrt! Mein nahezu unbestechliches Orientierungsvermögen lenkte uns dann auch schon irgendwie in die richtige Richtung....
Aber halt nur irgendwie! Irgendwann waren wir dann sozusagen “gefangen” in den “Monte Berici”, dem Gebirgszug, dem auch Lumignano zuzuordnen ist. Irgendwann ging es einspurig bergauf, bergab, wieder bergauf, irgendwann versagte auch die “Mair’s Generalkarte” komplett, denn alle Ortschaften, an denen wir vorbeifuhren, waren irgendwie nicht da drauf! Ich war müde, wollte eigentlich nur noch ins Zelt, aber wo das aufstellen? Bis wir irgendwann, nach endloser Kurverei in einem Ort ankamen. Ein paar Jugendliche auf ihren Mofas waren irgendwie auf einem offenen Platz zu sehen, ich fuhr hin. In meinem holperigsten Italienisch erklärte ich ihnen, daß wir nach Lumignano wollten, sie verstanden komischerweise aber gleich. Einer sagte (was ich jedenfalls seinen Gesten entnehmen konnte): “Fahr hinter mir her, ich zeige euch den Weg”. Keine Sache, so dachte ich, einem Mofa hinterherfahren, lächerlich, hatte ich doch immerhin sportliche 45 Renault-Pferde unter meiner Motorhaube wiehern!
Weit gefehlt!
Die Angelegenheit geriet zu einem Höllenritt! Dachte ich doch, daß ich es auf normaler Straße mit einem Mofa italienischer Bauart aufnehmen könnte (was abgesehen davon auch schon eine Fehleinschätzung ist), so fuhren wir keine normalen Wege: Ein Feldweg, in dem die Schlaglöcher größer waren als mein Auto, diente als Piste. Gut, es war irgendwann nachts um drei, aber ich hätte alle Spaziergänger gnadenlos umgefahren, als wir mit 80 Sachen über den Feldweg rasten, als sich rechts und links irgendwelche Bäume an meinen Spiegeln aufwickelten. Nach ca. 20min. endete die Fahrt. Wir waren an einer Kreuzung angekommen, der Typ auf seinem MOFA!!!! wünschte uns noch gute Reise, erzählte irgendwas von rechts und verschwand schneller, als ich ihm noch ein paar Lire in die Hand drücken hätte können. Wollte er wahrscheinlich auch gar nicht... er wollte nur wissen, daß er mit seinem Mofa schneller ist als irgend jemand in einem Auto...
Na gut, nach ein paar weiteren Wirrungen sind wir dann auch angekommen, natürlich war da auch kein Schlafplatz direkt für uns, weil wir denn nu hier waren - bereitet! Der Bauer, auf dessen Einfahrt wir unser Zelt aufgebaut hatten, fuhr zwar am nächsten Tag mehrmals an uns vorbei, verjagte uns jedoch nicht, grüsste recht freundlich von seinem Träcker runter. Wir waren irgendwie ängstlich, dachten, wenn wir direkt vor seinem Hof unser Zelt aufbauen, das kommt doch irgendwie nicht gut, sind auch sehr spät aufgestanden, weil das Zelt aufgrund unserer “Odyssee erst um halb fünf stand. Aber immerhin. Wir waren da: In Lumignano!

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